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Sonntag, 1. November 2020, 17 uhr

Luchskino Halle, Seebener Str. 172, 06114 Halle
Eintritt: 3 Euro

 

Der Zeit-Geschichte(n) – Verein für erlebte Geschichte lädt ein zur

Buchpremiere

Markus Hawlik-Abramowitz/Simone Trieder:

Sinti in der DDR
Alltag einer Minderheit
Herausgegeben vom Verein Zeit-Geschichte(n) e.V.

Edition Zeit-Geschichte(n), Bd. 7. - ab Mitte Oktober im Buchhandel erhältlich
https://mitteldeutscherverlag.de/geschichte/landesgeschichte/hawlik-abramowitz,-m-trieder,-s-sinti-in-der-ddr-detail

Es war die unmittelbare Folge der Vernichtungspolitik der Nazis, dass es in der DDR nur wenige Sinti gab. Die zurückkamen, kämpften um die Anerkennung als Verfolgte des Nationalsozialismus.
Sinti waren zwar »normale« DDR-Staatsbürger, aber es gab für sie keine Anerkennung als ethnische Minderheit. In ihren Familienverbänden lebten sie in einer Art Parallelgesellschaft. An den Schnittstellen wie in Schulen und Ämtern waren nicht wenige Sinti gesellschaftlichem Rassismus ausgesetzt, denn in der DDR – wie in der Bundesrepublik – lebten die alten Vorurteile gegenüber den »Zigeunern« fort.
Das Buch stellt erstmals den Alltag von Sinti in der DDR einer breiten Öffentlichkeit vor.
Die Aufnahmen von Markus Hawlik-Abramowitz beeindrucken durch die Nähe des Fotografen zu seinen Protagonisten. Sie entstanden im Rahmen seines Fotografie-Diploms 1983 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wurden in der DDR jedoch nie gezeigt. Erst nach Hawliks Ausreise kam es im »Stern« zur teilweisen Publikation; ein Großteil der Fotoserie wird in diesem Buch erstmals veröffentlicht.
Simone Trieders Essay beschreibt einfühlsam, faktenreich und anekdotisch die Erlebniswelt von Sinti im ostdeutschen Sozialismus. Grundlage sind ihre Recherchen in vielen Archiven und Gespräche mit Zeitzeugen.

Die Arbeit an diesem Buch wurde durch die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziell unterstützt. Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.




donnerstag, 5. November 2020, 10-16 uhr

Zeit-Geschichte(n) e. V. – Verein für erlebte Geschichte
Große Ulrichstr. 51, 06108 Halle, Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße

Bürgerberatung für Betroffene von SED-Unrecht in Halle (Saale) durch die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde der Beauftragten vergeben:
unter Telefon 0391-560 15 01
oder per Fax 0391-560 15 20

Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten,
- Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS.

Weiterhin erfolgt eine Beratung zu:
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung)
- monatlichen Zuwendungen („Opferrente“)
- Kinderheimen
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung


 

montag, 9. November 2020, 17 uhr

Treffpunkt: Universitätsring, Ecke Geiststraße (vor dem Curry-Wurst-Imbiss)

Keine Teilnahmegebühr, Anmeldung nicht erforderlich, kurzfristige Änderungen (Corona) möglich, diese werden bis spätestens 9.11. 11 Uhr hier an dieser Stelle zu finden sein.


Führung
STOLPERSTEIN-Rundgang - Jüdisches Leben in Halle vor 1933

Die STOLPERSTEINE des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnern an Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus politischen oder rassistischen Gründen verfolgt und ermordet wurden. Sie liegen vor den Häusern, in denen diese Frauen, Männer und Kinder ihren letzten freiwilligen Wohnsitz hatten. Private Spenden machten es möglich, dass seit 2004 bis heute 250 Steine in Halle verlegt werden konnten. 

Bei diesem Rundgang durch die Innenstadt gewährt der Verein Zeit-Geschichte(n) e.V. Einblicke in seine Recherchen auf der Suche nach den Biografien und Schicksalen verfolgter Hallenserinnen und Hallenser und zum jüdischen Leben in Halle vor 1933.

 

 

sonnabend, 14. November 2020, 19 uhr

Georgenkirche, Glauchaer Str. 77, 06110 Halle (Saale)
Eintritt frei

Ich musste raus – Wege aus der DDR

Konzertlesung mit Stefan Weinzierl und Ludwig Blochberger

Vor gerade einmal 30 Jahren verlief quer durch Deutschland eine Grenze, die es für viele Menschen unmöglich machte, frei zu denken, frei zu handeln, frei zu sein.
Von innerdeutscher Flucht möchten der Ostberliner Schauspieler Ludwig Blochberger und der klassische Schlagzeuger Stefan Weinzierl erzählen: Von Menschen, die alles zurück ließen und sich auf den lebensgefährlichen Weg machten, in den Westen zu fliehen.
Basierend auf der Anthologie „Ich musste raus“ von Constantin Hoffmann rezitiert Ludwig Blochberger reale Fluchterlebnisse, zu denen Stefan Weinzierl mit seinem vielfältigem Instrumentarium den passgenauen Soundtrack liefert. In der Kombination von Sprache und Klang entstehen Geschichten, die in ihrer Intensität sowohl als Hörbuch als auch live auf der Bühne berühren. 

Im Anschluss Publikumsgespräch mit Constantin Hoffmann, Autor und Prof. Dr. Manfred Kleiber, Rechtsmediziner und Protagonist des Buches.

 

Anmeldung erforderlich unter https://www.evangeliumsgemeinde.de/tickets
Oder telefonisch über den Zeit-Geschichte(n) Verein: 0345-2036040

 

Eine Veranstaltung von Zeit-Geschichte(n) e.V. – Verein für erlebte Geschichte Halle gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und mit freundlicher Unterstützung der Evangeliumsgemeinde Halle

 

"Ich musste raus ist ein schonungsloses und doch unaufgeregtes Werk, dramatisch und befreiend zugleich. Und es zeigt eindrücklich, dass Menschen immer wieder bereit sind, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, statt in für sie unerträglichen Verhältnissen zu leben." MDR Kultur, März 2019


sonntag, 22. november 2020

Verlegung neuer STOLPERSTEINE

weitere Informationen folgen