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Mittwoch, 14. februar 2018, 19.30 uhr

Stadtbibliothek Halle, Salzgrafenstraße 2, 06108 Halle
Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit der Stadtbibliothek


Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr
Buchvorstellung und Gespräch mit den Autoren Andreas Speit und Susann Bischof

In Deutschland werden mehr als 12 000 Menschen zu den sogenannten Reichsbürgern gerechnet. Für sie ist die Bundesrepublik kein souveränes Staatsgebilde, sondern bestehen die Deutschen Reiche aus der Zeit vor 1945 fort. Gegenwärtig würden fremde Mächte im Hintergrund die Fäden ziehen. Manche von ihnen gründen auch eigene Reiche, wie etwa Peter Fitzek, der „König von Deutschland“ in Wittenberg, stellen eigene Pässe und Führerscheine aus. Viele erkennen die deutschen Behörden nicht an, verweigern Bußgeldzahlungen und Steuern. Lange Zeit hielt der deutsche Staat die Angehörigen dieser Szene für Spinner und tat sie als ungefährlich ab – bis im Oktober 2016 ein Polizist in Franken von einem Reichsbürger erschossen wurde. Nicht alle Reichsbürger haben dabei ein geschlossenes extrem rechtes Weltbild, die Nähe zum Rechten Denken ist aber über die Reichsidee gegeben und häufig sind die Grenzen fließend.
(Aus dem Einladungstext der Veranstalter)




freitag, 16. februar 2018, 18 uhr

Erfurt, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt

Veranstaltungsabend im Gedenken an Alexander Kobylinski (1964 – 2017)

„Seien wir als junge Generation zu Experimenten bereit, zu denen unsere Eltern und Lehrer  nicht bereit waren oder nicht bereit sein konnten, weil es die Umstände nicht zuließen.“
Aus der Rede von Alexander Kobylinski zur Abitur-Abschlussfeier der EOS „Friedrich Schiller“ Weimar am 01.07.1983

Der gebürtige Erfurter und Pfarrerssohn Alexander Kobylinski erhielt 1983 wegen seiner systemkritischen Abiturrede keinen Studienplatz. 1984 wurde er wegen einer Flugblattaktion zu zwei Jahren Haft verurteilt, 1985 erfolgte sein Freikauf. Der Journalist porträtierte Wolfgang Schnur in Buch und Film, Kobylinski lebte in Berlin und verstarb im vergangenen Jahr.

Begrüßung  Dr. Jochen Voit, Leiter der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Lesung „Junge Gemeinde“ aus: „Macht aus dem Staat Gurkensalat“  Holm Kirsten, Jugendfreund von Alexander Kobylinski 
Vortrag zum Widerstand im Weimar der 80er Jahre am Beispiel von Alexander Kobylinski,  Dr. Matthias Wanitschke, Referent beim ThLA  
Präsentation Dokumentarfilm von Alexander Kobylinski „Der Fall Wolfgang Schnur – ein unmögliches Leben“ (2017)
Gedenkminute und Empfang 

Veranstalter: Der Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Stiftung Ettersberg/Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße




Mittwoch, 21. februar 2018, 19.30 - 21.30 uhr

Stadtbibliothek Halle, Salzgrafenstr. 2, 06108 Halle (Saale)
Eintritt frei

Das stählerne Herz von Halle, Band 5: 1969-1976
Buchlesung und Filmpremiere der MDR-Doku

Auf fast 200 Jahre Geschichte blickt der Waggonbau Ammendorf zurück. Die Chronik Das stählerne Herz von Halle dokumentiert diesen Teil der halleschen Stadt- und Wirtschaftsgeschichte.
Der Autor Sven Frotscher liest aus seinem neuesten Werk zur Geschichte des Waggonbau Ammendorf. Der fünfte Band beleuchtet die Jahre 1969 bis 1976.
Eine Dokumentation zur Buchreihe hat der MDR gedreht und dieser halbstündige Film wird erstmals an diesem Abend der Öffentlichkeit präsentiert.


Über den Autor:
Sven Frotscher (geboren 1961) hat in Halle Orientarchäologie und Kunstgeschichte studiert und danach an der Hochschule für Kunst und Design gelehrt. Nach einem darauffolgenden Diplomatiestudium in Bonn arbeitete er an verschiedenen Institutionen im In- und Ausland.

 

 

donnerstag, 22. februar 2018, 14 uhr

Zeit-Geschichte(n) e. V. – Verein für erlebte Geschichte
Große Ulrichstr. 51, 06108 Halle/ Saale (Eingang Schulstraße)

Turnusmäßiger Treff der Selbsthilfegruppe Geschädigte der SED-Diktatur



mittwoch, 28. februar 2018, 14 - 17.30 uhr

Landtag von Sachsen-Anhalt, Domplatz 6–9, 39104 Magdeburg


Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989 in Sachsen-Anhalt
Fachveranstaltung der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt

Ablauf:
14–14.15 Uhr 
Begrüßung und Einführung ins Thema: Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung

14.15–14.45 Uhr 
1. Impulsvortrag Dr. Jan Kostka, Historiker, ehem. Mitarbeiter beim SED-Forschungsverbund SED-Staat: Zur Forschung und zu den Forschungsergebnissen zu den Todesopfern des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 

14.45–15.15 Uhr
2. Impulsvortrag Birgit Neumann-Becker: Überblick über die Toten an der innerdeutschen Grenze aus Sachsen-Anhalt und in Sachsen-Anhalt 

15.15–15.45 Uhr 
3. Impulsvortrag:  Dr. Susan Baumgartl, Leiterin der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn: Erinnerung an die innerdeutsche Grenze-in Sachsen–Anhalt  

15.45–16 Uhr 
Kaffee/ Tee/ Imbiss

16–16.30 Uhr
4. Impulsvortrag:  Stefan Weinert, Regisseur und Filmemacher: Die Geschichten der Opfer erzählen: Aufarbeitung des DDR-Grenzregimes im Dokumentarfilm. (Filme von Stefan Weinert: „Die Familie“, „Gesicht zur Wand“ und „Justice 2.0“)

16.30–17.15 Uhr
Austausch und Diskussion: Zwischen persönlicher Trauer und offiziellem Gedenken. Erinnerung an die Toten an der innerdeutschen Grenze - Moderation: Dr. Winfried Bettecken


Um Anmeldung wird gebeten an: Kristin.Meier@lza.lt.sachsen-anhalt.de 
oder Tel.: 0391-560 15 01
Für den Besuch des Landtages ist ein Personaldokument erforderlich.

 

 

donnerstag, 1. mÄrz 2018, 11 - 17 uhr

Zeit-Geschichte(n) e. V. – Verein für erlebte Geschichte
Große Ulrichstr. 51, 06108 Halle, Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße

Bürgerberatung für Betroffene von SED-Unrecht in Halle (Saale) durch die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde der Beauftragten vergeben:
unter Telefon 0391-560 15 01
oder per Fax 0391-560 15 20

Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten,
- Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS.

Weiterhin erfolgt eine Beratung zu:
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung)
- monatlichen Zuwendungen („Opferrente“)
- Kinderheimen
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung



sonnabend, 3. mÄrz 2018, 9 - 18 uhr

Domgymnasium Merseburg, Domplatz 4 / 06217 Merseburg

Tagung
Die Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkriegs auf dem Territorium Sachsen-Anhalts

Zwischen 6,6 und 8 Millionen Soldaten gerieten während des Ersten Weltkriegs in Gefangenschaft. Allein auf dem Gebiet des Deutschen Reiches befanden sich 1918 2,4 Millionen Gefangene aus 13 Staaten, davon über 180.000 auf dem Territorium Sachsen-Anhalts. Zu ihrer Unterbringung waren 1914 in größter Eile zwölf Lager eingerichtet worden, drei für Offiziere (Halle, Magdeburg und Burg) und neun für Mannschaften und Zivilisten (Kleinwittenberg, Merseburg, Altengrabow, Zerbst, Quedlinburg, Gardelegen, Stendal, Salzwedel, Havelberg).

Neben der Abwesenheit der kämpfenden Männer und dem sich stetig verschärfenden Mangel waren die Lager ein wichtiger Teil der Kriegserfahrung jenseits der Front. Aufgeteilt auf unzählige Arbeitskommandos befanden sich Kriegsgefangene in nahezu jedem Winkel des Landes. Für die Wirtschaft bedeuteten sie eine unverzichtbare Ressource.
Einige Tausend von ihnen sind in Gefangenschaft verstorben. Ihre Kameraden errichteten ihnen Gedenksteine, die noch heute an das Geschehen vor 100 Jahren erinnern. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist über diese Lager, das Leben und das Schicksal der Gefangenen jedoch nur wenig bekannt.

Die interdisziplinär angelegte Tagung bietet erstmals einen breiten Überblick zu diesem Thema. Die Tagung gehört zum Rahmenprogramm der im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg vom 17.02.-08.04.2018 gezeigten Wanderausstellung „Heimat im Krieg

Programm:

ab 9.00 Uhr Ankommen
09.30–13.00 Uhr Begrüßung und Referate
13.00–14.00 Uhr Mittagspause
14.00–14.45 Uhr Besichtigung der Ausstellung „Heimat im Krieg“
14.45–17.45 Uhr Referate

Referenten:

Jan Stenzel
„… eine international buntgemischte Gesellschaft …“. Das Kriegsgefangenenlager Merseburg (1914-1921)

Jens Winter
Die Gründung einer Partisanen-Maschinengewehr-Abteilung im Kriegsgefangenenlager Salzwedel – Über den obskuren General der Westrussischen Befreiungsarmee Fürst Pawel Michailowitsch Bermondt-Awaloff in Salzwedel und im Baltikum

Rüdiger Stefanek 
Das Kriegsgefangenenlager für Offiziere in Magdeburg

Florian Thomas, John Palatini
„The Horrors of Wittenberg“. Die Fleckfieber-Epidemie 1915 und ihre Rezeption im Ausland

Simone Habendorf
Das Kriegsgefangenenlager Stendal

Agnes-Almuth Griesbach
Private Ernest Carpenter. Ein persönliches Schicksal im Kriegsgefangenenlager Zerbst

Frank Ermer
Das Kriegsgefangenenlager Havelberg und die Situation in der Stadt

PD Dr. Thomas Wozniak
Die Historischen Quellen des Kriegsgefangenenlagers in Quedlinburg

Bjoern Brockhoff
Die Lagerzeitung „Le Petit Francais“, Halle

Christian Drobe
Kunst im Lager. Zeichnungen, Drucke und Gemälde der Kriegsgefangenen

Dr. Lutz Miehe
Zu den Gräbern der Kriegsgefangenen auf dem Gebiet des heutigen Landes Sachsen-Anhalt

Volker Demuth
Archäologische Ausgrabungen im Kriegsgefangenenlager Quedlinburg

Eingeladen zum Besuch der Tagung sind alle Bürgerinnen und Bürger. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Für den Besuch der Ausstellung sind 2€ zu entrichten. Die Veranstaltung ist eine anerkannte Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer (WT-Nr. 2018-063-07).

Leitung und Kontakt: John Palatini / info@lhbsa.de / 0345 2928613

Ein Projekt des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, dem Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg und dem Merseburger Altstadtverein e.V. Gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

 


dienstag, 6. mÄrz 2018, 17.30 uhr

Stadtmuseum Halle, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle (Saale)
Eintritt frei


Patienten als Opfer der SED-Politik

Buchpräsentation von
Florian Steger/Carolin Wiethoff/Maximilian Schochow:
Vertuschter Skandal. Die kontaminierte Anti-D-Prophylaxe in der DDR 1978/1979 und ihre Folgen.
Studienreihe der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt, erschienen im mitteldeutschen verlag

Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Florian Steger (Ulm)
Moderation: Birgit Neumann-Becker (Landesbeauftragte)

Anfang der 1970er Jahre wurde in der DDR die Anti-D-Prophylaxe eingeführt. Das verwendete Anti-D-Immunglobulin wurde aus Blutplasma hergestellt. Im Frühjahr 1978 bestand der Verdacht, dass Spender an einer Hepatitis erkrankt waren, dennoch wurde das kontaminierte Blutplasma verwendet. Im Januar 1979 häuften sich Meldungen über Hepatitiserkrankungen bei Frauen, die eine Anti-D-Prophylaxe erhalten hatten. 1979 fand ein Geheimprozess statt, Betroffene und Öffentlichkeit wurden nicht informiert. Mit der vorliegenden Untersuchung werden die damaligen Ereignisse rekonstruiert und die Folgen für die Frauen und ihre Angehörigen analysiert.

Eine Veranstaltung der Beauftragten des Landes  Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des mitteldeutschen verlags

 


sonntag, 11. mÄrz 2018, 16 uhr

Goldene Rose, Rannische Str. 19, Halle


Das sozialistische Tier - Auswirkungen der SED-Politik auf gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnisse in der DDR (1949–1989)

Buchvorstellung mit der Autorin Dr. Anett Laue

Der Sozialismus sollte den „Neuen Menschen“ hervorbringen. Diese 2017 im Böhlau Verlag mit 416 Seiten erschienene Studie nimmt in den Blick, dass die umfassende Umgestaltung der Gesellschaft durch die Politik der SED auch die Beziehung des Menschen zur Natur – und damit zur Tierwelt – neu definierte. Anhand der Analyse der Tierschutzpolitik sowie ausgewählter Bereiche der Tierhaltung – Heimtier- und Nutztierhaltung – lässt sich zeigen, dass über den Menschen hinaus auch Tiere einer Neukonzeption unterworfen waren. Der Blick auf die verschiedenen Facetten von Mensch-Tier-Verhältnissen als Phänomene der sozialistischen Gesellschaft trägt dazu bei, ein umfassenderes Verständnis der Geschichte der DDR zu erlangen.

Bereits 15 Uhr beginnt der vegane Kaffeeklatsch im gleichen Gebäude. Es besteht daher die Möglichkeit, sich mit Kaffee und Kuchen auszustatten.

Veranstalter ist die Initiative „Vegan in Halle“

 


donnerstag, 22. mÄrz 2018

Nächste Verlegung von STOLPERSTEINEN in Halle

Treffpunkt zum Gedenken 9.30 Uhr, Kirchnerstraße 10